Mittwoch, 21. Juni 2017

von Mokpo nach Seoul

Mit dem Zug geht es weiter nach Busan. Obwohl beide Städte im Süden liegen und bloß 240 KM auseinander sind, gibt es keine reguläre Direktverbindung. Wir müssen mit dem Zug erst einmal Richtung Seoul, in Osong umsteigen und wieder zurück in den Süden. Man kann auch in Daejeon umsteigen, das wäre zwar jeweils eine Station weniger gewesen, dafür muss man in Osong nur das Gleis wechseln, in Daejeon muss man den Bahnhof wechseln. Die Fahrt nach Busan dauert mit 30 Minuten Umsteigezeit gerade mal 4 Stunden. 

Unterwegs gibt es nicht nur schöne Landschaften zu sehen. Ähnlich wie in China gibt es häufig Hochhäuser die zigmal vollkommen identisch nebeneinander gebaut wurden.

Das Hotel liegt direkt am Haeundae Beach. Leider ist das Wasser trotz des außergewöhnlich warmen Wetters noch zu kalt zum Baden.
Apropos Hotels: Koreanische Hotels haben ein paar interessante Details: In jedem Zimmer gibt eine Notfalltaschenlampe und ein Seil zum Abseilen bei einem Brand.  



In Busan gibt es einen berühmten Fischmarkt. Wenn man frischen Fisch bekommt, dann hier.
In zahllosen kleinen Restaurants und Ständen kann man ihn auch gleich vor Ort verzehren. Direkt in der Nähe ist der Yongdusan Park mit dem Busan Tower. In den Park kommt man aus der Einkaufsstrasse direkt mit einer Freiluftrolltreppe. 

Unser Aufenthalt in Busan ist leider nur kurz. Bereits am nächsten Tag geht es nach einem kurzen Frühstück im "Paris Baguette", einer koreanischen Bäckereikette, weiter nach Seoul.

Der Zug fährt ca. 40 mal täglich und die Fahrt dauert gerade mal 2:45 Stunden und so kommen wir am Nachmittag in Seoul an.

Mitten durch Seoul fließt der Cheonggyecheon Fluss, eine wohltuende Oase an der man tagsüber und nachts langlaufen kann und die mit Wasserspielen und Lampions aufgepeppt ist.

Pflichtprogramm in Seoul ist der Kaiserpalast Gyeongbokgung mit seinen schönen Gärten.
Wenn man zur richtigen Zeit hier ist, kann man auch den Wachwechsel vor dem Gwanghwamun Tor sehen, die immer um 11:00 und 13:00 Uhr sind.
Viele Koreaner die hier unterwegs sind haben sich in Kostüme geschmissen und geben dankbare Fotomotive ab.
Wir laufen nach Osten durch das Buckchon Hanok Village bis zum Changdeokgung Palast mit Secret Garden.

Das Buckchon Hanok Village ist ein sehr traditioneller, authentisch-alter Stadtteil mit vielen kleinen Lädchen. Am oberen Ende befindet sich das "Obsovatory". Eigentlich eher das obere Stockwerk einer Privatwohnung, deren Inhaberin Leuten gegen eine kleine Gebühr die Aussicht zeigt und mit Saft bewirtet. 

Bereits in Deutschland haben wir eine Tagestour in die DMZ (DeMilitarisierte Zone) und JSA (Joint Security Area) gebucht. Die Touren muss man rechtzeitig buchen, zum einen, da sie schnell ausgebucht sind, zum anderen weil man seine Passkopie vorher an die U.N. schicken muss. Auch kann es jederzeit vorkommen, dass Touren wegen Besprechungen oder Übungen plötzlich wieder abgesagt werden.

Die Tour ist sehr durchgetaktet, man hat an den einzelnen Stationen direkt an der Grenze nur wenige Minuten Zeit, um Fotos zu machen. 
In der blauen Hütte, dem Ort der auf der Grenze steht und der für Verhandlungen genutzt wird, stehen zwei nordkoreanische Soldaten vor der Tür hinter der es nach Nordkorea geht. Warum zwei? Damit sie sich gegenseitig bewachen können! 
Alles was man auf der nordkoreanischen Seite sieht dürfen wir fotografieren, die Militärbauten auf der südkoreanischen Seite dagegen nicht. Ich bin sicher gegenüber sagen sie das genaue Gegenteil.

Anschließend geht es zum Third Tunnel, einer von mehreren Tunneln, die von Nordkorea aus gegraben und von Südkorea entdeckt wurden. 

Der letzte Stopp auf der Tour  ist Dorsan Station. Hier sollten einmal die Züge Richtung Pjöngjang abfahren. Das Zugrichtungsschild steht auch schon. 


In Seoul kommen wir wieder in den Genuss der Feierlichkeiten zu Buddhas Geburtstag: 

Der Jogyesa-Tempel ist von einem Himmel aus bunten Lampions umgeben und auf der Strasse findet ein Umzug mit Wagen voller Laternen und vielen Menschen statt.


Ein Ausflug nach Lotte World muss auch sein. Lotte World ist der weltweit grösste Indoor-Freizeitpark. Es gibt allerdings auch einen Außenbereich. 

Der Besitzer hat in der Gestaltung der Außenanlagen deutliche Anleihen bei Disney genommen. So schön der Park auch ist: Horden von Schulklassen sind unterwegs, so dass man auch bei einer ordinären Wikingerschiffschaukel zwei Stunden Wartezeit hat. 
Im Außenbereich ist es dann auch noch so unübersichtlich, dass sich der Eine immer an eine Schlange anstellt und der Andere vorläuft um zu sehen, wie lange die Schlange ist und wo sie überhaupt hingeht. 

Will man Seoul von oben sehen, so bietet sich der Seoul Tower an. In dem umliegenden Bereich finden sich abertausende von Liebesschlössern. 

Auf dem Rückweg vom Seoul Tower kommen wir in einen Markt, in dem wir Nudeln in schwarzer Soße probieren,
bevor wir einen Abstecher in eines der Katzencafes machen. Die Bedarf der Katzen an Menschen ist leider deutlich gesättigt, so dass nur wenige Katzen mal näherkommen. 

Am letzten Tag geht es noch einmal zum Bongeunsa Temple im Gangnam Bezirk. Der stehende Buddha der den Blick auf die modernen Hochhäuser gerichtet hat ziert zahlreiche Reiseführer.