Posts mit dem Label Neuseeland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Neuseeland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 2. Mai 2014

Abschied von Neuseeland

Das Ende von Neuseeland ist schnell erzählt:
Nach Rotorua geht es für mich weiter nach Tauranga um Sandra und Stefan zu besuchen, zwei Freunde von einem Freund die nach Neuseeland ausgewandert sind. Stefan zeigt mir den Blick vom Mount Maunganui auf Tauranga und die Küste. Zum Abschied bekomme ich ein paar exotische Früchte mit: Persimmons und Feijoas, eine Mischung aus Limette, Kiwi und Avocado.
Blick vom Mount Maunaganui

Der nächste Stop in Neuseeland ist Waitomo, hier kann man Höhlen mit und ohne Glühwürmchen, nass und trocken machen.

Ein Blick auf den abwechslungsreichen Broschürenständer mit den "vielfältigen Aktivitäten in Waitomo":
Aktivitäten in Waitomo

Die Glühwürmchen sind nicht mit unseren Glühwürmchen vergleichbar. Genaugenommen, sind es Larven die an Seidenfäden von der Decke hängen und mit ihrem Licht Insekten anlocken.

Die Höhle ist neuseelandtypisch gut ausgebaut und sämtliche Gesteinsformation sind entweder mit Glas abgeschirmt oder durch Lichtschranken mit Alarm, damit sich auch keiner ein paar Zentimeter über das Geländer hinausbewegt. Das mit dem Alarm weiß ich, weil ich es natürlich ausprobiert habe. ;-) (keine Sorge, nicht das Anfassen nur das Hinauslehnen) und es war schön zu sehen, dass andere gleichen Alters es danach auch ausprobieren mussten. ;-)
Zugang zur Ruakuri Höhle

futuristischer Höhleneingang

Ruakuri Cave


Ruakuri Cave

Steinformation

Steine in Blumenkohloptik

Na gut, ein paar kleinere Wanderungen (Die Dame von der Touristinfo und ich haben ganz augenscheinlich unterschiedliche Auffassungen von kleiner "Wanderung") und eine größere kann man auch noch machen.
Marokopa Falls (10 Minuten Wanderung)

Mangapohue Natural Bridge (5 Minuten Wanderung)

Ankunft im Allgäu



Nach Waitomo habe ich leider das Problem, dass ich zu wenig Zeit übrig habe um noch die Bay of Islands zu machen aber zuviel Zeit um nichts zu machen, also entscheide ich mich für einen Stopp in Hamilton. Hier gibt es eine Statue von RiffRaff (aus der Rocky Horror Picture Show) und ... äh... Free WiFi in der Innenstadt und ansonsten ist selbst am Johannisfriedhof in Nürnberg mehr Stimmung.
RiffRaff

Zurück in Auckland mache ich noch schnell einen Abstecher zum Flughafen um Tina und Tracey zu treffen, die ich aus Vietnam kenne und die auch gerade in der Gegend sind. In Neuseeland scheinen sich alle zu treffen ;-)

Und so sitze ich jetzt wieder in Auckland und schmiede weitere Pläne, sortiere mein Zeug und wasche meine Wäsche (um mal die oft gestellte Frage "wie machst Du das eigentlich mit der Wäsche??" auch endlich zu beantworten. (Alle 14 Tage nach Hause zu Mutti schicken war mir zu umständlich ;-) ))

Ach und um noch eine Frage zu beantworten: ob es mich nervt in Dorms zu übernachten: DOCH manchmal tut es das, z.b. hier: der Einer verbringt den ganzen Tag nur vor seinem Laptop und bringt kaum ein Wort raus und der andere hat es innerhalb von einer Stunde nach seiner Ankunft geschafft, dass es im Schlafzimmer aussieht wie Deutschland '45. Er muss einen Chinaböller in seinem Rucksack gezündet haben, anders ist das nicht zu schaffen. (Gebt Bescheid ob hier im Blog mal ein bestof meiner Schlafsaalerlebnisse gewünscht wird)

Morgen erwartet mich nun mein kürzester Flug: minus 13 Stunden. Genau, ich überfliege die Datumsgrenze und bin dann Deutschland nicht mehr voraus, sondern hintendran. Und ich muss sagen, ich bin froh, wenn ich endlich wieder ins Warme komme. In Neuseeland gab es schon den ersten Schnee.

Freitag, 25. April 2014

von Wellington bis Rotorua

Noch ein paar Bemerkungen zum Autofahren in Neuseeland:
Scheibenwischer und Blinker sind leider auch vertauscht. Und daran kann man sich erstaunlich schlecht gewöhnen.
Als ob der Kreisverkehr links herum nicht schon schlimm genug wäre, blinken die Kiwis im Kreisverkehr auch komplett anders: Geblinkt wird wie bei einer normalen Kreuzung. Sprich: Wenn man die 2. Ausfahrt nimmt wird nicht geblinkt, nimmt man die 3. Ausfahrt wird rechts geblinkt, etc. Wie man allerdings anzeigt, dass man wendet, d.h. die 4. Ausfahrt nimmt ist mir schleierhaft.
Mit dem Auto ist man in Neuseeland wesentlich flexibler und oft steht ein braunes Schild am Straßenrand mit Hinweis auf einen Aussichtspunkt oder einen Wanderpfad. Da ist es angenehm wenn man schnell spontan den Scheibenwischer einschalten und links raus fahren kann. Deswegen habe ich mir auch für die Nordinsel wieder einen Mietwagen geholt.

Aber von Anfang an:
Die letzte Nacht in Wellington ist extrem stürmisch. Der Zug am nächsten Tag hat dann auch 90 Min. Verspätung, da erst einmal die Gleise freigeräumt werden müssen. Und damit haben wir noch Glück gehabt: Wie ich später vom Schaffner erfahre gab es sogar schon Überlegungen den Zug ganz ausfallen zu lassen.
Das Karfreitag an diesem Tag ist habe ich natürlich komplett verschlafen. Dabei hätte ich eigentlich stutzig werden müssen, als man mir schon bei der Buchung sagte, dass an diesem Tag kein Alkohol im Zug ausgeschenkt wird. So endet mein schöner Plan mich auf dem Weg zum Zug noch mit Proviant für die 11stündige Fahrt einzudecken sehr abrupt an der geschlossenen Supermarkttür.

Die Bahnfahrt ist wirklich einer der schönsten die ich kenne, dadurch dass man nicht die ganze Zeit neben der Strasse her fährt sondern die Bahngleise mitten durch die Landschaft führen.


Ankunft in Auckland
 Spätabends kommen wir dann in Auckland an. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählt Mt. Eden, ein bewachsener Vulkankrater vor der Stadt und das MOMAT, das Museum of Transport and Technology. Das Wetter meint es gut mit mir: Starkregen, so dass ich kein schlechtes Gewissen habe, dass ich den ganzen Tag im Museum verbringe.
Auckland

Mount Eden
 Auch auf der Nordinsel nehme ich mir wieder ein Auto, und fahre erst einmal auf die Coromandel Halbinsel, genauer gesagt nach Whitianga. Von hier aus kann man eine Bootstour zum Cathedral Cove und einen Ausflug zum Hot Water Beach machen. Letzteres hat seinen Namen nicht von ungefähr: Bei Ebbe kann man eine Grube in den Sand buddeln, die sich von unten dann mit heißem Wasser füllt.

Cathedral Cove

Cooks Beach

Sonnenuntergang in Whitianga
Es kommt nicht oft vor, dass ich mich nur aufgrund des Namens für ein Hostel entscheide, aber in Rotorua ist das der Fall: So gastiere ich hier im "Blarney Rock" direkt über einem Irish Pub welches ich auch ausgiebig teste.

Blarney Rock Hostel in Rotorua
 Rotorua wurde mitten in ein höchst aktives Thermalgebiet gebaut. Nicht umsonst heißt die Stadt auch Smellytown. Der liebliche Duft von Schwefel liegt meist in der Luft. Wenn man unter Blähungen leidet ist man hier bestens aufgehoben. Nicht wegen des Heilwassers, sondern hier riecht es keiner :-). Selbst im Stadtpark, dem "Kuirau Park" kann man viele Quellen und Pools mit heißem Wasser oder Schlamm sehen. (Also ich glaube, ich hätte kein gutes Gefühl dabei in einer Stadt zu wohnen, in der die Erde brodelt, aber naja kein Wunder, dass die Neuseeländer Adrenalinjunkies sind.)
Die Hauptattraktionen sind Waimangu Volcanic Valley und Wai-O-Tapu Thermal Area die 30 KM vor der Stadt liegen. In Wai-O-Tapu gibt es einen Geysir, der jeden Tag um exakt 10.30 ausbricht....nachdem mit Seifenpulver nachgeholfen wurde. Wie man in BWL gelernt hat ist antizyklisches Verhalten nicht die schlechteste Idee, und während die Touristenmassen den Vormittag am spritzenden Erdloch stehen habe ich Waimangu fast komplett für mich alleine. Der Hike durch den Park ist eher ein Spaziergang. Wer es etwas anspruchsvoller mag kann den Mt. Haszard Wanderweg nehmen, der laut vielfachen Warntafeln nur mit festen Schuhen und ausreichend Kondition begangen werden soll (WARUM?!? Weil die Stufen nur aus Holz sind und nicht gleich in den Berg planiert und geteert wurden??)
Waimangu Volcanic Valley



Inferno Crater

"Anspruchsvoller" Weg zum Mt Haszard


Lake Rotmahana. Passenderweise sind auch die Schwaene schwarz ;-)
Nachmittags geht es endlich weiter zu Wai-O-Tapu, wo sich die Touristenmassen inzwischen etwas gelichtet haben.
Artist's Palette

Frying Pan Flat

The Champagne Pool

Vulkanmonster

Devil's Bath

Dirk macht Mimese

Mud Pool
An Regentagen kann man in Rotorua das alte Badehaus besichtigen, welches zum Museum umgewandelt wurde. Dem Badehaus war nur mäßiger Erfolg beschienen. Schon vom Start weg hatte man aufgrund des mineralhaltigen Wassers mit starker Korrosion zu kämpfen.
Rotorua Museum (altes Badehaus)

altes Bad
Natürlich muss ich auch eine Tour nach Hobbiton mitmachen. Frühmorgens geht es mit dem Bus in das Filmset vom Hobbit-Film. (Die Kulissen vom Herr der Ringe Film standen hier zwar auch wurden aber seinerzeit wieder abgerissen). Zum Abschluss der Movietour bekommt man dann auch sein Bier im Green Dragon Inn (um 11 Uhr vormittags.. ;-) )

Hobbiton



Green Dragon Inn



Mittwoch, 16. April 2014

von Nelson bis Wellington

Von Nelson aus ist die Reststrecke überschaubar, so dass ich mir etwas mehr Zeit lassen kann. Zunächst statte ich dem kleinen Hafenstädtchen Picton einen Besuch ab. Dies ist der Ausgangspunkt zu den Marlborough Sounds und der Nordinsel. Öffentliche Toiletten gibt es reichlich in Neuseeland, mein Favorit steht aber in Picton: Mit Sensortasten und Sprachansage "Door is now locked. You have 10 minutes" und dann wird beruhigende Musik gespielt.
Nelson

Meine nächste Übernachtung ist in Kaikoura. Kaikoura kann sehr trostlos sein im Winter und jetzt ist erst Herbst und verregnet noch dazu. Eigentlich kann man von hier aus zur Walbeobachtung aufbrechen, da die Meeressäuger die warme Meeresströmung bevorzugen. Nach kurzer Überlegung ob ich wirklich bei Wind und Regen raus aufs Meer will um ein- bis zweimal eine Walflosse zu sehen entscheide ich mich doch lieber für eine Wanderung auf der Halbinsel, die einen direkt an einer Seehundkolonie vorbeiführt.
Park aus Walfischknochen

Seehundkolonie

Meine letzte Station auf der Südinsel ist Hanmer Springs um noch einmal ein bisschen zu relaxen und auszuspannen. Hanmer Springs ist berühmt für seine warmen Quellen. Ich gebe zu, ich hätte mich besser informieren sollen. Vor dem geistigen Auge hatte ich eine Wanderung zu einer unberührten natürlichen Quelle mitten in der Natur gehabt und nicht eine Badeanstalt mitten im Ort. Aber wenn man schon mal da ist....
die heisse Quelle

Es sind gefühlt fast halb so viele Bademeister (engl: Lifeguard) da wie Badegäste und haben aufgepasst. Einige Gäste wollen mit der Luftmatratze ins Schwimmerbecken. Manche werden echt nie erwachsen! Ich bekomme mit, wie sie vom Lifeguard (dt: Bademeister) zusammengestaucht werden als ich gerade auf dem Weg zur Reifenrutsche bin.

Das Hostel in Hanmer Springs ist klein (nur 20 Betten) und gleicht einer Berghütte. Erfreulich, dass es Hostels gibt die nicht jeden Meter mit Betten zustellen, sondern bei denen gemütliche Gemeinschaftsbereiche im Vordergrund stehen. Überhaupt sind die meisten Hostels in  NZ bisher klein und fein und mit netten Extras gewesen: So gab es beim Franz Josef abends heiße Suppe, im Bugs in Nelson selbstgebackenes Brot und im Hanmer Springs Backpackers einen professionellen Massagestuhl den jeder Gast einmal pro Tag kostenfrei benutzen darf. Und es gibt "Hot Bottles" im Schlafraum. (wem es wie mir geht und nicht weiß was das ist: Wärmflaschen!). Und das ist nicht als Witz gemeint, es ist nachts wirklich saukalt. (In der zweiten Nacht kann ich zum Glück den Bayer in meinem Schlafzimmer gerade noch davon abhalten bei offenem Fenster schlafen zu wollen).
Gemütliche Ecke im Hostel...

...genau das richtige um mal wieder zu lesen.

Blick auf Hanmer Springs

Die letzten Kilometer sind schnell geschafft und nun bin ich wieder in Christchurch angekommen, habe mein kleines Auto nach 2150 KM wieder abgegeben und habe den Flieger nach Wellington genommen.
mein kleiner Kiwi

Wellington wird ganz gerne als schönste kleine Großstadt bezeichnet. Bei schönem Wetter (mein erster Tag) kann man den Mount Victoria besteigen und Nachmittags mit der Standseilband zum botanischen Garten fahren.
Blick von Mnt. Victoria

moderne Kunst in Wellington

die Ausserirdischen kommen

Standseilbahn schweizer Produktion

Bei schlechtem Wetter (mein zweiter Tag) kann man den ganzen Tag im Te Papa, einem riesigen Museum verbringen, welches viele Bereiche von Naturwissenschaft, Geschichte und Kunst abdeckt (und außerdem kostenfrei ist)
Und wenn es dann am nächsten Tag immer noch regnet besucht man noch das Wellington City & Sea Museum, welches durchaus auch sehenswert ist und stattet Old St. Paul's einen Besuch ab. Dabei handelt es sich um eine alte Kirche von 1866 die ganz aus Holz ist und längst abgerissen werden sollte, da sie zu klein ist und die durch New St. Paul's Cathedral ersetzt werden sollte. (wer DIE gesehen hat, versteht warum es dagegen Proteste gab. )
Old St. Paul's

New St. Paul's (von innen genauso hässlich)

wie passend.. scheint hier öfters zu regnen

Morgen verlasse ich das verregnete Wellington auch schon wieder und mache mich mit dem Zug nach Auckland auf. Lt Seat61 einer der schönsten Bahnstrecken der Welt.