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Mittwoch, 20. August 2014

New York

Dies ist mein letzter Blogeintrag von unterwegs (keine Sorge Sandy: das Hostel-Special wird nachgereicht ;-) )auch wenn ich heute morgen schon kurz davor war den Rückflug zu canceln nachdem ich zwei deutsche Pärchen am Frühstueckstisch hatte, deren einzige Themen Cholesterinspiegel und Genörgel ueber das Essen waren.

Dies ist inzwischen mein sechster Besuch in New York, das machte man mir auch an der Grenzkontrolle klar, als man mich diesmal kurzerhand zur Schlange für Einwohner schickt wo man am Automaten immigrieren kann. Trotzdem gibt es im Big Apple jedesmal genug neues zu entdecken:
So hat sich am Ground Zero sehr viel getan: Das One World Trade Center ist so gut wie fertig und zwei riesige Brunnen stehen jetzt auf der Grundfläche der ehemaligen Zwillingstürme.
One World Trade Center

Inschrift mit den Namen der Opfer

Brunnen auf der Fläche vom ehemaligen Tower 1

Das 9/11/-Museum hat vor einigen Monaten aufgemacht. Zusammen mit Maria (die ich vor einigen Jahren in New York kennengelernt habe) habe ich die Ausstellung besucht. Über fünf Stunden verbringen wir in dem unterirdischen Museum zugebracht welchen sich unter den Brunnen befindet. Hier kann mann dann auch Fundamentreste der Türme sehen und es fällt schwer sich bewusst zu werden, dass dies wirklich noch stehengebliebene Reste des Turms sind und nicht Stücke, die man hierher gebracht hat)
9/11/ Museum, links, die alte Slurry Wand

Teile des Fundaments des Turmes

Feuerwehrwagen, vom einstürzenden Turm zerstört

Am nächsten Tag bin ich in "The Cloisters", einer mittelalterlichen Klosteranlage aus dem 20. Jahrhundert in der man allerhand Artefakte aus Europa zusammengek...sammelt hat. (Entsprechend häufig sind auch Stücke aus Nürnberg zu sehen)

The Cloisters, Innenhof

The Cloisters
Ansonsten versuche ich mich verzweifelt mit dem Gedanken anzufreunden, dass mein Flieger in knapp 24 Stunden geht und ich wieder zu einem geregelten Leben zurückfinden muss. Mit dem einem Zitat aus dem Lied "kein Zurück" von Wolfsheim hat dieser Blog angefangen, mit einem Zitat aus diesem Lied soll er auch enden:

"...und was wie ewig schien ist schon Vergangenheit."
Ich hab Mundi die Highline gezeigt

Interessante Dachkonstruktion der Messehallen

Dies ist gerade mein (und Mundis) Ausblick während ich diesen Artikel schreibe

Montag, 19. Mai 2014

Big Island und Maui

mit dem Mietwagen und einer anderen Backpackerin geht es weiter zum Volcanic National Park. Erster Stopp ist ein Lavafeld:


Einst führten zwei Straßen komplett um den Vulkan und den Park herum, die eine Straße darf aufgrund der Gaskonzentration nicht mehr befahren werden, die andere... nun ja... 

manches ist offensichtlich

Aber dafür kann mann durch den erloschenen Vulkankrater (Kilauea Iki Crater) durchlaufen:


Außerdem gibt es noch die Thuston Lava Tube, ein natürlicher Lavatunnel.

Höhepunkt (im wahrsten Sinne des Wortes war der Ausblick auf einen noch aktiven Vulkan:

Und dann bin ich auch schon in Kailua-Kona angekommen, und fühle mich wie der Prinz auf der Erbse. Im Hostel (einem heruntergekommenen Wohnhaus) habe ich vier Matratzen übereinander. Keine Ahnung warum und ich schau lieber auch nicht nach.

interessantes Wetter auf dem Weg

Frühstück bei Bubba Gump


Kailua-Kona liegt mitten in einem Wetterloch. Fünf Meilen nach Norden: es regnet. Fünf Meilen nach Süden: es regnet.
Aber zumindest gehe ich noch mit Mantarochen schnorcheln: Wir fahren mit dem Boot raus, warten bis es dunkel (und kalt) wird und locken die Mantas mit Scheinwerfern an. Die Größe der Tiere, die nur einen Fingerbreit an uns vorbeischwimmen, ist beeindruckend!!

Mit Mokulele Airlines (nicht zu verwechseln mit Okulele ;-) ) geht es weiter zu meiner dritten Insel: Maui

mein Flieger

der Checkin-Bereich

hier werden die Sicherheitsregeln noch vom Pilot persönlich erklärt


kleines Monster weit weg von zuhause

Baggage claim

Die Gegend in der mein Hostel liegt ist leider nicht die beste. Viele Läden und Häuser sind verlassen. Aber vom Hostel aus werden jeden Tag kostenlose Touren angeboten. Leider habe ich die, auf die ich mich am meisten gefreut habe(Schnorcheln mit Schildkröten) knapp verpasst. 
Aber dafür mache ich einen Tagesausflug nach Lahaina und bin abends mit den anderen Leuten aus dem Hostel bei einem kleinen Strand ("Little Beach" heißt tatsächlich so) der vor allem bei hüllenlosen Althippies beliebt ist. Der Wellengang ist hier so heftig, dass es einem im wörtlichen Sinne die Badehose auszieht und die Sonnenbrille von der Nase reißt. Nachdem ich nicht beides gleichzeitig festhalten konnte entscheide ich mich spontan für das weniger peinliche. (Hawaii ohne coole Sonnenbrille.... wie peinlich wäre das den?)




ich bin Forrest, Forrest Gump

bin ich der Einzige der hier an Guybrush Threepwood denken muss?

Little Beach
Morgen in aller Frühe geht es nun weiter nach Mexico City und obwohl Hawaii bloß ein paar kleine Inseln sind habe ich zum ersten mal das Gefühl, dass ich wirklich noch vieles nicht gesehen habe. Ich muss auf jeden Fall nochmal nach Hawaii zurück.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Aloha aus Hawaii

Ein fröhliches Aloha und Hang Loose aus Hawaii, hier bin ich nun auf einer der Inseln. 
Sonnenaufgang bei der Fahrt zum Flughafen

Die Anreise ist relativ unkompliziert, mal abgesehen davon, dass Air NewZealand die Boing runtergekühlt hat bis zum geht nicht mehr und im laufenden TV-Programm regelmässige Pop-Ups wie "Bitte halten Sie den Gang frei" auftauchen, die man wegklicken muss bevor der Film weitergeht. Selbst die Einreise nach Amerika ist erstaunlich unkompliziert. Ich habe erwartet eine Komplettauskunft zu meiner bisherigen Reise abgeben und ein Weiterflugticket vorweisen zu müssen, aber der einzige Kommentar der Grenzbeamtin zu meinen vielen Stempeln im Pass war: "Wow!".

Das man in Hawaii ist merkt man spätestens daran, dass alle, die irgendwie mit Touristen zu tun haben im Hawaiihemd rumlaufen.

Es ist interessant, die beiden ehemaligen englischen Kolonien so im direkten Vergleich zu sehen. In beide Ländern grüsst man mit einer Frage nach dem wehrten Befinden. Aber während man beim australischen "Howstging" (geschrieben "How is it going") keine Antwort erwartet wird beim amerikanische "How are you" die Gegenfrage meistens mit einem Lächeln beantwortet (das keiner eine ausführliche Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand erwartet ist klar ;-) )

Auch das Publikum im Hostel ist komplett anders als in Australien oder Neuseeland: Hier sind wieder viele "ältere" Alleinreisende unterwegs und es fällt wesentlich leichter Anschluss zu finden. Konsequenterweise bin ich mit den Jungs aus meinem Dorm am ersten Tag erstmal am berühmten Waikiki Beach. Hier geht es drum aufzufallen, und das tu ich zwischen den ganzen tätowierten Bodybuildertypen definitiv!
Waikiki Beach

Sonnenuntergang in Honolulu

Am nächsten Tag steht Kultur auf dem Programm: Mit dem öffentlichen Bus (mit Ansage "Aloha! Welcome on Board" an jeder einzelnen Busstation...) geht es nach Pearl Harbor. Hier steht ein Denkmal in Form einer schwimmenden Brücke über der USS Arizona, die immer noch mit Mann und Maus auf dem Hafengrund liegt.

Gedenkstätte 

USS Arizona


Außerdem kann man die USS Missouri besichtigen und die Stelle an der Japan die Kapitulation unterzeichnet hatte.
USS Missouri

Hier fand die Kapitulation statt


Für den nächsten Tag hatte ich eine Rundtour um die Insel gebucht. Während man in Asien alles am Abend vorher spontan buchen konnte, die Daten auf irgendeinem Zettel festgehalten wurden und man nur eine handgeschriebene Quittung als Beleg erhielt und es nie irgendein Problem gab muss man hier mindestens zwei Tage vorher elektronisch  buchen, 24 Stunden vorher die Abholung nochmal telefonisch bestätigen lassen... und dann wartet der Fahrer am falschen Hostel.
Meine Technikgläubigkeit ist schwer erschüttert.

Aber die Inselrundfahrt habe ich trotzdem gemacht. Mit zwei Buslinien kommt man auch einmal um die Insel. Kostet nur 2.50 und dafür kann man dann aussteigen wann man will und mit dem nächsten Bus weiterfahren ohne sich nach einem Tourleiter richten zu müssen.
Nordseite der Insel

Weg auf den Diamond Head Crater

Blick vom Diamond Head Crater



Die zweite Insel steht an. Auf dem Airport Honolulu wird echt was geboten fürs Geld: Acht Angestellte versuchen eine Feuerschutztür mit Codeschloss aufzubrechen hinter der es laut pfeift. (Weiß jemand was ein "OSR-Raum" ist?). Die Anzahl der Leute, die sich entschließen ausgerechnet an dieser Stelle im Airport zu warten wird immer größer. Es werden gute Tipps gegeben und fachgesimpelt.
Traurig stelle ich fest, dass mein Flieger leider geht und ich das Ende des Dramas nicht mehr mitbekommen werde.
Mundi ist schon fertig zur Weiterreise

Big Island
... soll meine zweite Insel sein und Hilo der erste Stopp. Der Hostelbesitzer holt mich am Flughafen ab und bringt mich zu einem ehemaligen Feuerwehrhaus welches jetzt als Hostel dient (nein, die Rutschstange ist leider nicht mehr vorhanden).
Coconut Island
                             

Zauberwald?


Die Hauptsensation der Insel, ein Lavastrom der ins Meer fließt, ist leider seit einem Jahr versiegt und von den vielen Organisationen die Lavatouren anboten ist nur noch eine einzige übrig geblieben, und die hat es in sich:

Spätestens als extra Rucksäcke sowie Schutztüten für die Kameras ausgegeben werden dämmerte es den meisten, dass sie sich nicht auf einen Spaziergang eingelassen haben. Der Matsch geht ein Meter nach dem Verlassen des Autos bereits los. Unser Guide weißt gleich drauf hin, dass es vollkommene vergeblich ist, auf Zehenspitzen durch den Schlamm zu laufen, das hier sei noch der "gute Matsch", der tiefe kommt erst noch. So war es auch, 2,5 Stunden waten wir da durch bis wir endlich beim Lavafeld angelangt sind.

Vorher

der Weg zur Lava

Halbzeit


Nach kurzer Suche findet unser Guide mehrere Stellen an der die heiße Lava gerade fließt. Manchmal kann man auch ein bisschen mit dem Stock nachhelfen, das hat fast etwas von Glasblasen an sich. Leider sind die herausgezogenen Stücke so porös, dass sie schnell wieder zerbröseln. Überhaupt ist es unmöglich sich direkt daneben länger als ein paar Sekunden aufzuhalten.








Aber irgendwann ist auch das schönste Spiel zu Ende und wir müssen wieder 2,5 Stunden matschtreten und zwar unter erschwerten Bedingungen, nämlich mit Taschenlampe weil es inzwischen dunkel geworden ist. Das ist dann der Garant dafür, dass man auch wirklich keine tiefe Stelle auslässt.
Nach der Tour

Auf Big Island gibt es zwar einen Bus der aber so selten fährt,  dass man fast nicht um einen Mietwagen drum herumkommt.  Mit selbigen geht es dann zu den Akaka Wasserfaellen und zum Richardson Black Sand Beach. Nomen est Omen, der Strand ist wirklich schwarz, da er aus zerbröelter Lava besteht. Beim Schwimmen entdecke ich einen Stein, der offensichtlich im Wasser schwimmt. Natürlich bin ich hin um dieses geologisch/physikalische Phänomen näher zu betrachten. Erst beim Draufklopfen dämmert mir, dass ich hier gerade eine Schildkröte ärgere.
Akaka Falls

Richardson Black Sand Beach